Der letzte Wunsch (The Witcher)

in #deutsch6 years ago

Der letzte Wunsch




Andrzej Sapkowski


Diese Kurzgeschichtensammlung erschien bereits 1993 in Polen und in Deutschland erstmals 1998 beim Heyne-Verlag. Diese Ausgaben sind allerdings vergriffen und 2007 wurde „Der letzte Wunsch“ neu vom dtv Verlag verlegt.
Das Buch selbst beinhaltet 7 Kurzgeschichten, wovon eine die Rahmengeschichte bildet.
In den Kurzgeschichten erhalten wir Einblick in die Welt des Hexers Geralt von Riva. Der Hexer verdient sich seinen Lebensunterhalt mit der Bekämpfung von Ungeheuern. Doch ist er nicht nur ein stumpfer Ausrotter – mehr als einmal steht er vor der Frage, ob wirklich das vermeintliche Ungeheuer es ist, was man bekämpfen sollte, oder ob er lediglich als Werkzeug von noch etwas schlimmeren benutzt wird um ein unschuldiges Wesen loszuwerden.

 

Zum Inhalt:


 

  • Die Stimme der Vernunft
Diese Kurzgeschichte bildet die Rahmengeschichte, welche jeweils kapitelweise zwischen den übrigen 6 Kurzgeschichten eingefügt ist. In dieser Geschichte befindet sich der Hexer Geralt von Riva im Heiligtum von Melitele in Ellander und erholt sich von den Verletzungen, welche er sich beim Kampf gegen die Striege in Wyzima zugezogen hat. Währenddessen erinnert er sich an vergangene Ereignisse.

 

  • Der Hexer
Diese Kurzgeschichte handelt von Geralts schon fast legendärem Kampf und der Entzauberung der Prinzessin Adda, welche durch einen Fluch als Striege zur Welt gekommen war und seither Wyzima in Angst und Schrecken versetzt hatte. König Foltest wollte jedoch unbedingt ihre Entzauberung anstreben und hatte bisher jedem, der seine Dienste angeboten hatte, verboten sie schlichtweg zu töten. Die Rahmengeschichte setzt an diese Ereignisse an.

 

  • Ein Körnchen Wahrheit
Auf seinen Streifzügen kommt der Hexer an einem Haus vorbei, dessen Strasse zuvor grässlich zugerichtete Leichen gesäumt hatten. Als er das Grundstück betritt, erscheint ein Ungetüm. Halb noch Mensch, jedoch mit riesigen Klauen und Hauern ausgestattet. Nach einem kurzen Kampf jedoch lädt das vermeintliche Ungeheuer ihn ins Haus ein und erzählt ihm seine Geschichte. Nicht zum ersten Mal steht Geralt vor der Frage, ob ein vermeintliches Untier auch wirklich eines ist.

 

  • Das kleinere Übel
Schauplatz dieser Geschichte ist Blaviken. Kurz vor dem Städtchen war der Hexer auf eine Kikimora gestoßen und möchte sich nun erkundigen, ob es dafür eventuell eine Belohnung abzuholen gibt. Diese kann man ihm zwar dafür nicht geben, doch wird ihm geraten, dieses Kikidingens doch dem ansässigen Zauberer zu Forschungszwecken anzubieten. Gesagt – getan. Beim Turm des Zauberers angekommen, stellt Geralt zu seiner Überraschung fest, daß man einander bekannt ist und der Zauberer selbst ist mehr als nur hocherfreut. Denn wie das Schicksal es so will, steckt er in einer schrecklichen Notlage. Ihm wird nach dem Leben getrachtet und das soll spätestens schon am nächsten Tag geschehen. So fleht er also Geralt an, die Attentäterin doch bitte aus dieser Welt zu schaffen. Von dieser Bitte ist der Hexer allerdings gar nicht begeistert. Denn zum Einen mischt er sich nicht gerne in solche privaten Zwistigkeiten ein und zum Anderen hat er doch so seine Prinzipien...

 

  • Eine Frage des Preises
Königin Calanthe von Cintra veranstaltet ein Gastmahl, um die Prinzessin Pavetta unter die Haube zu bringen und vor allem das Königreich Cintra mit Skelligen durch diesen Akt zu vereinen. Da ihr königlicher Wille aber anscheinend nicht gänzlich ausreicht um dies zu bewerkstelligen, soll Geralt von Riva – inkognito – nun dafür Sorge tragen, dass sich eine eventuelle Vorsehung nicht erfüllt und dafür der Wille der Königin eintritt. Der Vorsehung die Stirn bieten – nichts leichter als das natürlich! Geralt traut seinen Ohren nicht... Mitten in das Fest platzt dann ein mysteriöser Ritter in voller Rüstung. Er behauptet, die Hand der Prinzessin Pavetta gehöre ganz alleine ihm – denn vor 15 Jahren war er dem (mittlerweile verstorbenen) König in einer lebensbedrohlichen Lage zu Hilfe geeilt. Als Dank hatte ihm dieser das Versprechen gegeben, er bekäme „das was der König zu Hause zurückgelassen hatte, ohne davon zu wissen und ohne es zu erwarten“. Und dies war, wie sich schlussendlich herausgestellt hatte, die Prinzessin gewesen für welche die Königin an diesem Abend einen Mann finden wollte.

 

  • Der Rand der Welt
In dieser kleinen Anekdote lernen wir Geralts besten Freund, den Troubadour Rittersporn, kennen. Es verschlägt die beiden an den Rand der Welt – ins Blumental. Einst vertrieben hier die Menschen die Elfen. Dem Dörfchen könnte es eigentlich besser nicht gehen. Alles wächst unnatürlich prächtig. Doch die Einwohner haben dennoch ein bisschen mit dem kleinen Teufel zu kämpfen, welcher in einem ihrer Felder lebt, seltsam hohe Abgaben fordert und sie mit allerlei Streichen ärgert. Doch töten darf Geralt den Teufel unter keinen Umständen...

 

  • Der letzte Wunsch
Diese Geschichte beginnt mit dem eigentlich simplen Versuch von Rittersporn und Geralt, sich einen Fisch für´s Mahl zu angeln. Dies will allerdings nicht so recht gelingen und während Geralt schon dabei ist das Pferd für die Abreise fertigzumachen, fischt Rittersporn doch tatsächlich ein Gefäß aus dem Wasser. In für Rittersporn typischer Aufregung, macht dieser sich nun daran den darin enthaltenen Geist freizulassen und schon Wünsche zu äußern, bevor Geralt ihn davon abhalten kann. Kurzum: Der Geist ist nicht wirklich erfreut und würgt Rittersporn derart grässlich, dass seine weitere Karriere gefährdet ist. Nachdem der Hexer den Geist losgeworden ist, packt er den schon fast leblosen Rittersporn und eilt mit ihm zum nächsten Städtchen. Hier angelangt, muss er allerdings bis zum Morgengrauen warten, da die Wachen vorher keinen in die Stadt lassen dürfen. Doch sie sind nicht herzlos und bieten für die Wartezeit und die gröbste Erstversorgung die Wachstube an. In dieser sitzen bereits schon andere und es wird beratschlagt, wie man dem armen Rittersporn nur helfen könne. Man ist sich schnell einig: Ein Zauberer muss her, welcher das wieder in Ordnung bringt, sonst kann der Troubadour seine Stimme vergessen. Wie es der Zufall so will, befindet sich derzeit eine Zauberin in der Stadt. Eine ziemlich eigensinnige und mit größter Vorsicht zu genießende: Yennefer von Vengeberg...

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