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RE: Die Rassismusdebatte

in #deutschlast month

Du sprichst da einen wichtigen Punkt an, denn ich vorher noch ausgelassen habe. Geschichte schreiben immer Sieger. Bei allen guten Überlegungen die wir hier haben mögen, sind wir doch der Deutungshoheit ausgeliefert. Und selbst wenn wir in der Zwischenzeit viele der Kriegslügen kennen, sind sie bei den meisten Menschen nicht verankert. Manchmal sind es Lügen, manchmal glänzen die Menschen nicht so, wie man sie gerne hätte, denn sie haben auch Laster. Das passt uns nicht in die Glorifizierung. Vielleicht bedeutet die Komplexität die man damit aufbauen kann, dass es keine simple Lösung gibt. Eventuell ist überhaupt der Planungswahn alles immer bürokratisch kontrollieren zu wollen das Problem an sich.

Das bringt mich fast schon automatisch dazu, dass einem immer erklärt wird, Menschen könne man nicht vertrauen, deshalb muss ständig immer alles kontrolliert werden.. aber du merkst schon.. so wird das kein Ende nehmen.

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Geschichte schreiben immer Sieger.

Stimmt genau. Im Grunde werfe ich den Denkmalerrichtern der Vergangenheit nichts vor. Naja, zumindest den meisten nicht. Denn sie waren Kinder ihrer Zeit und dachten das richtige zu tun.
Zweifelhaft wird es dann, wenn man es jetzt besser weis und trotzdem nichts tut. Wie zB. im Fall von manchen US Generälen des 19. Jahrhunderts. Da gibts auch kein einerseits/andererseit, die waren Kriegsverbrecher und ansonsten haben sie nichts besonderes geleistet, nur ihren Job gemacht. In ihrer Zeit wurden sie zu Helden stilisiert, von Politik und Presse.
Ist eigentlich auch nicht ok, das jetzt ein wildgewordener Mob die Denkmäler demoliert - sondern die zuständigen Behörden sollten von selbst drauf kommen die Dinger zu entfernen, bzw. den Sachverhalt objektiv zu schildern, damit sich jeder selbst eine Meinung bilden kann.