Hallo. Für die eigene Oma in den Knast zu gehen ist schon einen Asbach wert. Aber mal im ernst. Deine Situation zeigt einmal mehr, daß "Familie" auch nur ein Wort sein kann. Da spreche ich auch aus eigener Erfahrung, als "Schwarzschaf" meiner eigenen, verbliebenen 'Familie' der mein Frieren und Hungern genausoviel bedeuted wie das sprichwörtliche Fahrrad das gerade in China umgefallen ist.
Was mir zu Deiner Erfahrung in den Sinn kommt, ist ein Tagebuch. Wenn "Tagehive" nicht geht mangels Kommunikationssperre, dann mit Papier und Bleistift (das muss ja wohl noch drin sein) Notizen machen über alles was da so vorgeht - in Dir, um Dich und um Dich herum. Leider steht mir im Moment selbst das Wasser bis über den Hals und ich kann Dir obwohl ich wollte nur eine Aufwahl geben. Meine Stieftochter meinte gestern "Hang in there!" und ich konnte nichts erwidern. Deshalb ist mein Kommentar der Fernöstlichen Weisheit entnommen: "Es geht vorbei." Alles Gute aus dem lebensfeindlichen Südamerika.
You are viewing a single comment's thread from:
Ich danke dir sehr für deine Worte. Ja, das ist schon eine Sache mit der Familie. Aber ich muss auch sagen, das ich Selbst Schuld bin mit meiner Gutmütigkeit diesen Menschen in meine Nähe gelassen zu haben, trotz Warnungen aus der eigenen Familie von vier! Personen. Selbst Schuld oder so, nicht wahr?^^
Ich werde genau das machen, was Du mir klugerweise Vorgeschlagen hast und alles Dokumentieren und anschließend Veröffentlichen. Auch schon deswegen, damit man sich ein Beispiel dran nehmen kann, wie man es nicht machen sollte. :-D
Vielleicht hilft es jemandem weiter und ich habe es mir von der Seele geschrieben. Ich bin kein Unschuldslamm, aber soetwas lasse ich mir Sicher nicht gefallen.
Dir mag ich alles Gute wünschen auf deinem Weg, so wie Du mir ja auch. Hoffentlich bringst Du die Kraft (bestimmt auch zum Widerholten male) auf, dich wie Till Eulenspiegel selbst aus dem Sumpf zu ziehen.
Alles Liebe dir gewünscht und Danke nochmal.
Sascha
Lieber Sascha,
erlaube mir noch etwas hinzuzufügen nachdem ich Deine Antwort gelesen habe. Ich bin nicht mehr der Jüngste und es hat sehr lange gedauert bis ich verstanden habe was eigentlich los ist mit mir. Mein ganzes Leben lang bin ich in Situationen gelandet, die ich hätte vermeiden können und mir ewige Vorwürfe und Schuldzuweisungen an mich selbst gemacht habe. Dann wurde ich mit einer Form des Autismus diagnostiziert - nach einem extrem traumatischen Erlebnis. Und schwupps, plötzlich machte alles einen Sinn. In Deutschland gibt es ja den Spruch, das jemand "eine Schraube locker" hat. Typisch deutsch, halt. Was ist nun, wenn es keine lockere Schraube ist, sondern eine neuronale Verdrahtung die nicht dem Standard Modell entspricht? In meinem Falle fehlen einige Filter. Auch noch dazu erzogen worden in allen Menschen immer nur das Gute zu sehen, landete ich immer wieder in der Sch.... und gab immer mir selbst die "Schuld". Dann habe ich Alan Watts entdeckt und da gingen viele Lichter auf. Es sind Erfahrungen um die es im Leben geht. Und die gibt es nicht so einfach. Die kann man auch nicht kaufen wie Fallschirmspringen. Auch wenn viele Erfahrungen schmerzhaft sein können und lebensbedrohlich wie meine hier in Südamerika - es sind Erfahrungen die man nicht wegnehmen kann und aus ihnen zu lernen ist das größte Geschenk das es gibt. Ich freue mich auf weitere Geschichten die unser Leben schreibt.
Alles Gute,
Wolfgang
Als autistischer Mensch hat man es oft nicht Leicht, wohl Wahr. Aber man kann schlecht in Köpfe kucken nicht wahr? Und der eigene ist unsereiner das größte Rätsel, zumindest geht es mir so des Öfteren. Für mich ist das aber einfach nur eine andere Art zu sein und ich sehe meine Dinge mehr Positiv als Negativ im Kopf. Das ist aber auch von jedem zu jedem Verschieden.
Das Bild gefällt mir sehr. :-)
Du schreibst so Schön auf Deutsch. Ich gehe mal davon aus das deine Wurzeln hier liegen oder?^^ Als Wolfgang (so hieß mein Großvater auch^^) bestimmt. :-)
Ich hoffe Du hast noch eine gute Zeit vor dir. Mehr als dir das zu wünschem, kann ich glaube ich nicht machen, und wenn dir doch was einfällt, lass es mich wissen bitte.
Liebe Grüße
Sascha
Wurzeln in Hemer, Nordrhein-Westfalen. Aufgewachsen in Bayern. Ausgewandert nach Hawai'i. Nach 21 Jahren vor der Eruption in meiner Nachbarschaft geflohen. Auf Odyssee seit 2018.
Ditto, wenn ich irgendwie behilflich sein kann.
Liebe Grüße,
Wolfgang
Das nenne ich ein bewegtes Leben. :-)
Danke dir sehr!
Wir Lesen und wieder.
Sascha