Wer hoch hinaus will, muss unten anfangen. Wie weit unten liegt nicht nur an einem selbst, sondern oft auch an vielen anderen Faktoren. Und meist weiß man am Anfang dann auch noch gar nicht, wie hoch man am Ende hinauf kommt, ober ob man nicht vielleicht doch auf halben Weg wieder umkehren muss.
Aber da wie so oft in unserem Leben, der Weg ja doch das eigentliche Ziel ist, sollte man sich vor solchen Zweifeln besser hüten und es einfach auf einen Versuch ankommen lassen. "Wer nicht wagt, der nicht gewinnt" ist nicht nur ein hohler Spruch, sondern eine der klarsten Wahrheiten, die es überhaupt gibt.
Vor daher, spucken wir besser in die Hände und schnüren unsere Schuhe, und dann geht es auf. Einigen mögen die ersten Schritte noch ein wenig schwer fallen, aber wenn man sich richtig besinnt, sollte die eigene gute Laune ganz schnell dafür sorgen, dass man jegliche Müdigkeit vergisst und beschwingt und behände den Aufstieg angeht. Mit der richtigen Einstellung sollte man es schaffen, ganz schnell ein wenig an Höhe zu gewinnen, was sich zusätzlich positiv auf die eigene Motivation auswirken dürfte.
Vielleicht hat man das eigene Ziel noch nicht vor Augen und eigentlich gar keine richtige Ahnung, wie weit es denn eigentlich noch ist. In diesem Fall bietet es sich an, immer wieder mal zurückzublicken und zu schauen, wie viel Weg man denn bisher bereits geschafft hat.
Wenn der eigene Ausgangspunkt immer kleiner wird, ist das ein klarer Hinweis dafür, dass man schon ein gutes Stück seines Wegs bewältigt hat, ganz egal in welchem Verhältnis das zum Rest des eigentlichen Weges stehen mag. Aufrechen und Gegenrechnen bringen hier eher nichts, dafür sollte man sich einfach ab und zu auf die Schulter klopfen und dafür loben, bereit bis hier gekommen zu sein. Manche mögen einem vielleicht voraus sein, aber es gibt genug andere, die es noch nicht so weit geschafft haben, und sogar einige, die bereits aufgegeben haben.
Es ist wohl ähnlich wie die Frage nach dem "halb voll oder halb leer". Wenn man in der Lage ist, seine positive Einstellung zu bewahren und vielleicht sogar noch auszubauen, dürfte es einem viel leichter fallen, durchzuhalten und nicht aufzugeben. Und auch wenn man natürlich das Zeitargument nicht ganz von der Hand weisen kann, sollte man sich davon nicht all zu sehr beeinflussen lassen.
Unsere Zeit mag endlich sein, aber wie bereits geschrieben, der Weg ist doch unser eigentliche Ziel - bedeutet das dann nicht, dass man doch eigentlich immer und überall bereits angekommen ist?
Jeder Schritt ist ein Erfolg und jeder Meter ein neuer Rekord. Wenn wir uns dessen bewusst werden, kann es doch gar keinen Grund mehr geben, darüber nachzudenken, ob es nicht besser wäre, umzudrehen. Auch wenn wir zwischendurch an Tempo verlieren, Umdrehen oder Aufgaben ist einfach keine Option.
Im Zweifel darf man ruhig auch mal stehen bleiben und verschnaufen. Und dann dreht man sich am besten noch einmal um und schaut zurück auf das, was man bereits bewältigt hat. Von dort, wo man jetzt steht, ist es nun doch bedeutend kürzer dorthin, wo man doch am Ende hin will. Und auf diesen Erfolg sollte man nun aufbauen.
Es sind die kleinen Siege, die einen anspornen, weiterzumachen und die einen antreiben sollten, noch weiter nach oben zu streben. Wie gesagt, die Zeit ist am Ende nicht wichtig. Es zählt, dabei zu bleiben und das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren. Auch wenn man es ab und zu nicht mehr ganz so klar zu erkennen ist.
Dort wo wir heute stoppen, geht es morgen weiter. Mit neuer Lust und frischer Kraft, und hoffentlich einem großen Lächeln im Gesicht. Die richtige Einstellung ist eine wichtige Voraussetzung für unseren Erfolg, den wir, wie ja bereits festgestellt, bei jedem Schritt erneut bejubeln dürfen.
Der Gedanke, dass der Weg das eigentliche Ziel ist, passt perfekt zu so einem Aufstiegsbild.
Dass ein neu eingeschlagener Weg eng verbunden ist mit „Erfahrungen sammeln“, „Wagnisse eingehen“ oder „Zweifel hegen“, scheint mir unbestritten. Doch das Gesamtpaket als Ziel zu definieren, dieser Einschätzung würde ich meine Zustimmung verweigern. Auch wenn Konfuzius anderer Meinung sein sollte. Es stimmt auch nicht, dass man auf seinem Weg durch das Leben nie wirklich ankommt. Die innere Ruhe, die zu einer unbefristeten Rast einlädt, kann sehr wohl als Ziel Anerkennung finden. Wem das nicht reicht, dem sei gesagt, dass auch für »Meister Nimmersatt« der Tod am Ende des Weges mit einer Zielflagge gekennzeichnet ist.
Och weißt du, die Rast zwischendurch ist halt dann wirklich nur eine Rast zwischendurch. Zumindest in meinem Fall, der für mich LEIDER ganz klar bedeutet, noch lange nicht da angekommen zu sein wo ich mich wirklich ausruhen kann. Der heutige Kassensturz hat mir ganz klar gezeigt, dass die Abbiegung, die ich vor einigen Jahren genommen habe, mich nun überhaupt nicht einer Lage näher gebracht hat, in der ich mich als angekommen bezeichnen können. Gründe dafür gibt es mehrere, und neben persönlichen Entscheidungen kommt da dann auch noch die weltweite Gesamtlage dazu, die mein damaliges Konzept über den Haufen geworfen hat. Nimmersatt bin ich bei weiten nicht, und glücklicherweise auch nicht dem Hungern nahe. Aber der Weg, auf dem ich mich befinde, geht eindeutig nach unten, was nicht immer zielreich sein kann...
Zielreich ist ab sofort ein festes Mitglied meiner Vokabularfamilie!
Jetzt muss lediglich noch am Antonym gebastelt werden. Zielarm böte sich zwar an, liebäugelt allerdings zu intensiv mit „Arm ab“ oder „Arm dran“. :-)
ha...schön, so war mein freudscher Verschreiber sogar noch zu was "zielreich"! :)