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RE: EU-Zwangskollektivierung und Ökofaschismus als Wegbereiter für den Hungertod von Millionen Menschen in Europa...

in Deutsch D-A-CH4 years ago

Es gibt durchaus Stimmen unter den Historikern die Holodomor nicht als Genozid, sondern als Naturereignis sehen. Es gab damals in der ganzen Sowjetunion Missernten und das Land erholte sich noch immer vom langen Bürgerkrieg.
Da sich immer mehr zeigt, dass praktisch alles was wir Kinder der 70er und 80er über den Ostblock gelernt haben erlogene US Propaganda war, weiß ich nicht mehr was ich glauben soll.
Ich sehe aber auf jeden Fall, dass die heutige US, EU und BRD Nomenklatura um Längen dümmer ist als das ostdeutsche und sowjet Politbüro.

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Deportation und Hinrichtungen sind immer demokratisch und gewiss Ereignisse der Natur.

Die Missernten waren selbstverschuldet, dass die Historiker des real existierenden Sozialismus das Gegenteil behaupten verwundert mich nicht. Hängen doch Karriere und Vertragsverlängerung der Scheinintellektuellen im wesentlichen davon ab, dass sie möglichst im Sinne einer sozialistischen Agenda den Auftrag haben die historischen Verbrechen des Sozialismus rein zu waschen. Dies gilt vor allem für jene Folgen des Sozialismus, welche Millionen Menschen das Leben gekostet haben.

Es sind eben nicht nur die Historiker der SU die das behaupten.
Ich glaube wir sind uns einig, dass große Teile von dem was US Historiker von der Zeit nach '45 behaupten gelogen ist.
Keine Ahnung was wirklich passiert ist.
Ich bin auch ganz sicher kein Fan des Sowjet Zentralismus. Ganz im Gegenteil.
Die hätten mich auch sicher in den Gulag gesperrt.
Aber mittlerweile bin ich so weit, dass ich westlichen Historikern was den Ostblock betrifft gar nichts mehr glaube.
Die belügen uns nun ganz offen seit mehreren Jahren.
Warum sollte das die Jahrzehnte vorher anders gewesen sein?

Wir sollten Putin fragen, was denn nun Ende wirklich 1929-1932 passiert ist.

Das der Sozialismus eine Gesellschaft zerstört, Not und bittere Armut mit sich bringt, dass durfte ich zwei Jahre vor dem Zusammenbruch der UDSSR selbst erleben. Die Trostlosigkeit und Hoffnungslosigkeit der Menschen, eine gesellschaftliche Lethargie von geradezu unfassbarer Qualität und noch schlimmsten Ausmaßes werden mir ebenso wie das grau in grau, das Verschmelzen der Menschen mit den zugrunde gerichteten Elendsvierteln im damaligen Leningrad unvergessen bleiben.

Die Menschen führen in überfüllten Bussen, die mit ihren Achsschaden durch mit Schlaglöchern übersäte Straßen fuhren.

Unsere Straßen sind vielerorts auf dem besten Wege ebenso zu enden.

Der plötzliche Schwund an Fachkräften ist meines Erachtens die Antwort des Plebs auf die Tyrannis in Berlin und der EUdssr.

Mag sein dass es Missernten gab, sicherlich aber nicht global, so dass der Sozialismus sicherlich die Chance hatte ein Massensterben zu verhindern. Hat er aber nicht..

Ein Argument lastet den Reformern des Zarenreiches schwer am Bein: Theoretiker füttern kein Maul und der Hunger hat kein Verlangen nach Stabilität. Du kannst einem unbegabten Werkzeugmacher näher bringen, dass er am Fließband besser aufgehoben wäre. Doch der Kollege, der vor Ideen nur so sprüht, lässt sich ungern in ein Korsett schnüren. Fortschritt, und da gehen wir wieder gemeinsam, funktioniert nur im fairen Dialog auf gleicher Ebene.

Zentralismus funktioniert nie.
Im Ostblock gab es die zentralistische Planwirtschaft des Politbüros, im Westen gibt es bis heute die zentralistische Planwirtschaft der Wallstreet.
Als Optiontrader schöpfe ich einen sehr kleinen Teil davon ab, weil ich durch viele Schmerzen und Pleiten gelernt habe, wie es geht. Ich wäre froh es bräuchte keine Derivate Trader wie mich, aber ich kann die Welt nicht ändern und bevor es die Hedgefunds einsacken (was sie sowieso tun), landet ein kleiner Teil des Geldes lieber bei mir. Ich gebe es dann in Form von Trinkgeldern, Spenden an Bettler oder Zuschüsse für ungeimpfte Krankenschwestern mit Betretungsverbot in meiner Verwandtschaft wieder aus.
Ich bin ein Fan der Arbeiterkooperativen wie Mondragon in Spanien, Arizmendi in San Francisco oder des deutschen Genossenschaftswesen.
Alles andere entspricht nicht der Natur des Menschen.
99% der Menschheitsgeschichte gab es keine Untertanen und keine Chefs, keine Ausbeutung, keine Abschöpfung des Mehrwertes und kein Privateigentum an Produktionsmitteln.
Das kann man nicht leugnen.
Wahrscheinlich wird die Welt nie so werden wie ich sie mir vorstelle, aber als Lehrer kann ich zumindest der Sand im Getriebe des jetzigen Systems sein.

der Sand im Getriebe des jetzigen Systems

Da bleibt nur zu hoffen, dass dir als Leiter des Bauhofs lernfähige (aufnahmefähige) Besen- und Streusand-Jongleure zugeteilt werden. Das störende Knirschen im so sorgfältig geschmierten Getriebe sollte nämlich nie verstummen. :-)
Was die Genossenschaften betrifft (da mehr oder weniger auf einem größeren Bauernhof aufwuchs), funktionierte der Raiffeisen bis in die 70-er ganz vorzüglich. Mit deren Rückzug klappte das Auskommen der Bauern untereinander zusammen wie ein Kartenhaus.
Hier, bei mir, wurde das Ganze Udruga, was als Verband/Verbund übersetzt werden kann, genannt. Dieser Gemeinschaft habe ich es zu verdanken, dass u. a. ich mein Trinkwasser aus der Quelle zum Wartungspreis beziehen darf. Funktionierte so lange, bis man den Kapitalismus für sich entdeckte und die Serben ohnehin alle Kommunisten und an allem schuld waren.
Ja, ja – der Mensch und das brachliegende Teil, das man auch Hirn nennt ...

Wenn einem die Amerikaner die Demokratie bringen ist es mit dem Genossenschaftswesen meist auch schnell vorbei.