Das ist ein großartiger (und bitterer) Vergleich 😌. Ja, für prompte Antworten brauchte es lange keine Maschinen, sondern nur jemanden, dessen Intelligenz sich personalisieren, anzapfen und im Zweifel unsichtbar machen ließ. Bitter daran ist weniger die Technik als das Muster: Output wird gefeiert – und der, der ihn liefert, wird zur Fußnote. Und genau da sind wir wieder: Nicht der Output entscheidet, sondern die Deutung – wer gilt als Genie und wer als Zulieferer? Und manchmal auch: der, der ihn liefert, wird zur Weihnachtsgans 😉.
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Bezüglich dieser verwerflichen Unart des geistigen Diebstahls, sind bei mir (was meinen Bestand an Wiederverwertbarem betrifft) alle Synapsen auf Entspannung gestellt. Denn bei mir stellt sich bereits ein Anflug von Stolz ein, wenn ich das Prinzip des Wechselstroms kapiert habe. Dass Schien- und Wadenbein das Gehen erheblich vereinfachen, ist mir allerdings erst so richtig bewusst geworden, als sich ein glatter Bruch der beiden Stabilisatoren anbahnte. 😮
So scheint bei mir der Fundus treffend mit der kroatischen Umschreibung für solche Fälle beschrieben: brazni kofer - was nichts anderes bedeutet, als dass in einem leeren Koffer keine Schätze zu erwarten sind. 🤔😉
Das mit dem Wechselstrom ist ein schönes Bild 😄
Und ja – manchmal merkt man erst durch den Bruch, wofür Schien- und Wadenbein überhaupt da sind. Theorie ist freundlich, Körper ist deutlich.
Dein „brazni kofer“ gefällt mir übrigens: leerer Koffer, keine Schätze.
Aber ich glaube, der Koffer ist nicht leer – er ist nur nicht ordentlich beschriftet 😉
Und beim Strom ist es ähnlich: Er fließt eben nicht nur brav in eine Richtung. Gerade in einer Batterie geht es ja ständig auch „entgegengesetzt“ – Laden, Entladen, Rückfluss, Gegenpol. Vielleicht ist Denken auch so: nicht nur Vorwärtsgang, sondern manchmal bewusstes Zurückfließen, neu sortieren, umpolen.
Am Ende ist das kein leerer Koffer. Eher ein Koffer mit doppeltem Boden. 😉