Die Drüber hat von dem Drunter die Nase gestrichen voll.

in Deutsch D-A-CH5 months ago

Trennungen und Scheidungen, die unsere Zukunft infrage stellen könnten

[Bildquelle]<center>(https://www.ungerrechtsanwaelte.de/de/familienrecht/scheidung-und-trennung/)

Überraschend oder schon lange überfällig

Die Vorgeschichte:

Wie von mir bereits mehrfach kritisch beäugt und bewusst zur Diskussion gestellt, sind die unübersehbaren Veränderungen in der Berichterstattung öffentlich zugänglichen Medien, seit deren Verlagerung in den Online-Bereich.
Der Dorn hierbei, der sich besonders schmerzhaft in mein visuelles Aufnahmeorgan gebohrt hat, stammt von SPIEGEL-Online, wo die Printausgabe für sich beansprucht, als die Mutter des investigativen Journalismus einen beinahe unantastbaren Status innezuhaben.

Dies mag die Zustimmung derer hervorrufen, die sich am frühen Montagmorgen am Kiosk mit der neuesten Ausgabe eindecken oder, wie in meinem Fall, bestenfalls am Mittwoch diese vom Postboten zugestellt bekommen. Glaubt man jedoch günstiger und besser mit der Online-Variante fahren zu können, dann hat man soeben mit Sicherheit den falschen Dampfer bestiegen.

Man hängt nämlich richtiggehend auf einem Dampfer fest. Jedenfalls nicht (wie vielleicht erhofft) auf einer Luxusjacht. Ich nenne es ein journalistisches Niveau auf Augenhöhe der Bild-Zeitung. Da jedoch am frühen Morgen, beim Rundgang durch den informativen Blätterwald auch SPIEGEL-Online auf meinem Weg liegt, konnte ich der weltbewegenden Nachricht nicht entgehen, dass wir im Jahr der Promi-Trennungen verweilen.
So dachte ich mir, was das Ramschblatt für News-Junkies kann, bedarf dringendst meiner Aufarbeitung.

Manchmal will man auch gleich mit der ganzen Familie nichts mehr zu tun haben.

Es ist wahrhaftig nicht leicht, Trennungen zu durchleben. Noch schwieriger gestaltet sich die Sache, wenn man sie anschließend in Worte fassen muss.
Es ist erst ein paar Tage her, da trennte ich mich von meiner Socke. Durchweg grau gewebt, aber mit einem hellblauen Bund, der regelmäßig seinen unübersehbaren Abdruck an meinem Schienbein hinterließ. Wir hatten uns geliebt. So wie man Socken halt lieben lernt. Doch, seit jene Socke ihre Zwillingsschwester an einen hervorlugenden Nagel an den alten Dielenboden verlor, war es nicht mehr die Socke, wie ich sie von vorher kannte. Einsam und längst nicht mehr so anschmiegsam, war mir rasch klar, dass hier eine schmerzhafte Trennung bevorsteht.

Die Socke fand übrigens ihre letzte Ruhestätte im Gelben Sack. Mein Grundgedanke dabei: wenn überhaupt Wiederauferstehung, dann nur aus dieser Tüte heraus.

Ganz anders verhält es sich mit »drunter« und »drüber«. Obwohl als Adverb-Kastrat geboren, schienen mir die beiden bis vor ein paar Tagen nahezu unzertrennlich. Es geht … , wir machen es … oder es läuft … – drunter und drüber schienen mir wie das Traumpaar schlechthin. Und jetzt soll plötzlich Schluss sein? »Drüber« meint zumindest, sie gehe gelassen darüber hinweg. Darunter richtig leiden wird wohl die ewig treue Partnerin, die sich auf ihre alten Tage ein neues Bügeleisen suchen muss, welches die Wogen der schmutzigen Trennung glätten könnte.

Bei »vorher« und »nachher« läuft es übrigens auch nicht mehr sonderlich rund. Aus einer, in ihrer vorgegebenen Logik nachvollziehbaren Verbindung, ist inzwischen ein unerbittlicher Machtkampf entstanden. »Nachher«, welcher während einem erfolgreich abgeschlossenen Abendkurs bei der VHS Osnabrück, mit der Information ausgestattet wurde, dass in seinem speziellen Fall das »nach« gleichbedeutend mit einer von der Sonne überflutender Zukunft gesetzt werden darf, betrachtete fortan »Vorher« als einen in die Jahre gekommenen Mitläufer. In diesem speziell gelagerten Fall ist man auf der Suche nach dem erfahrenen Schlichter, der auch einst Sinn und Verstand wieder in Einklang bringen konnte.

An dieser Stelle scheint es mir angebracht, kurz einzuhaken. Um welchen Schlichter genau soll es sich hier handeln, der das Miteinander von Sinn und Verstand – also dem Kosovo unter der Schädeldecke – befriedet haben soll? Es kann sich hierbei nur um eine Nachricht aus dem Ticker für übereifrige Online-Medien handeln. Denn bekundet der »Verstand« vorlaut und an Selbstüberschätzung leidend, seine reiflichen Überlegungen würden zwangsläufig in einer Sinn ergebenden Logik enden, hat der dabei ungefragt einbezogene »Sinn« bereits die Hand an der Notbremse.

Absolut vergleichbar mit einer Gesetzesvorlage, die ihren 17. Anlauf im Parlament nimmt, weil die Legehenne (sprich: schwache oder gar Minderheitsregierung) des nach Columbus benannten Eis die Auffassung vertritt, mit viel »Verstand« und dem sich hoffentlich daraus ergebenden »Sinn«, nicht nur die Nation, sondern auch eine komplette Eichhörnchen-Population in der Südsee zu retten.
Die Nation, die Südsee und die Eichhörnchen sind dem Untergang geweiht, da der »Sinn« sich einem solchen Blödsinn schlichtweg verweigert.

Ganz ehrlich gesagt, hatte ich es mir leichter vorgestellt, als Unbeteiligter über Scheidungen, Trennungen und die unvermeidlichen Schlammschlachten in deren Schlepptau zu berichten.

Geradezu wie infiziert von der neumodisch anwirkenden Sucht, mit aller Macht an die Öffentlichkeit zu drängen, als ob man mit seiner Macke nicht besser auf dem heimischen Sofa aufgehoben wäre, fühlt sich das »U« zur multimedialen Influencerin berufen, um auf diesem fragwürdigen Weg die beiden Pünktchen auf ihrem Haupt loszuwerden. Jene zwei Punkte, die aus dem schlichten »u«, wie es in – auch, zu oder »drunter« zu finden ist – zwar kein gekröntes Haupt, aber dann doch einen Umlaut fertigt. Gemeiner Buchstabe kann schließlich jeder. Aus dem Hause Umlaut kommen dagegen nur wenige.

Wie nennt man einen solchen Vorstoß? Aufstand der Grapheme? Nein, sicherlich nicht, denn dann müsste das gesamte Alphabet auf die Barrikaden gehen. Wichtigtuerei oder der schlichte Wunsch zurück in die Steinzeit der deutschen Rechtschreibung zu schleichen? Sollte ich mit dieser Vermutung die Nadel im Heuhaufen gefunden haben, ließe sich dem Wunsch auf Veränderung auch eine gewisse Logik anheften. Denn, zwei unscheinbare Punkte auf dem Haupt sind ja nun wirklich nicht das Nonplusultra von Partner, den man ein Buchstabenleben lang an seiner Seite wissen möchte.

Eine deutlich andere Meinung legten die Brüder Grimm an den Tag. Als diese, so um den Wechsel vom 18. ins 19. Jahrhundert, es für angebracht hielten, dem a, o und u, den Inspiration und Veränderung verleihenden Partner, nämlich das »e«, von der Seite abzuziehen und durch diese inzwischen störenden Punkte zu ersetzen. Johann Wolfgang Goethe, der exakt zur gleichen Zeit mit genügend eigenen Leiden beschäftigt schien, ignorierte das Gemurkse am neu erschaffenen Schriftbild der Märchenerzähler und behielt stur sein »oe« bis zum Ende seiner und der darauffolgenden Tage bei.

Augenblicklich, da ohnehin leicht mit den Eifersüchteleien und Diskrepanzen im Buchstabensalat überfordert, neige ich dazu, den Umlauten zu raten, sich nicht selbst den Weg der Eigenständigkeit zu verbauen. Da das »e« sich auf Dauer nicht wirklich als verlässlicher Partner erweist und nebenbei nur allzu gerne die Fühler über die sprachlichen Grenzen hinweg ausstreckt. Als dem Fremdgehen die Hörner aufsetzend, darf dessen Verhalten mit seiner Anbiederung bei den Franzosen bezeichnet werden, wo dieses Miststück von »e« sich doch frech weg mit den zwei Pünktchen schmückt, deren »u, a und o« sich zu entledigen versuchen. Das nennt man dann, auf frischer Tat ertappt: »Noël«.

Bevor ich vollkommen entnervt die Schotten schließe, gewähre ich dem (wie es mir erscheint) tief gekränkten »h« noch die Möglichkeit, eine große Menge an Frust in Bezug auf die Zwangsehe abzulassen. Mir scheint dieser Klient hervorragend vorbereitet für diese Sitzung zum Frustrationsabbau. Die von ihm zusammengestellte Liste von Gründen für ein sofortiges Ausscheiden aus der familiären Gemeinschaft ganzer Wörter ist in ihrem Umfang und der Stichhaltigkeit der Argumentation durchweg beeindruckend.

In der Häufigkeit der Nutzung allemal gleichzusetzen mit Toilettenpapier, Schnürsenkel und Handwaschseife, beklagt »h« die konsequente und offenkundig gewollte Nichtbeachtung seiner Anwesenheit. Theater, Rhythmus oder Rhabarber – die Liste scheint unendlich erweiterbar.
»H« hat keinen Bock mehr auf Familie. Mit dem Gefühl, das 5. Rad am Wagen zu sein, ließe sich noch einigermaßen über die Runden kommen. Doch unablässig für Stabilität in der Orthographie zu sorgen und trotzdem mit Nichtachtung bedacht zu werden – den Schmerz möchte »h« nicht länger ertragen.

Außerdem, gerade in der jetzigen Zeit nicht völlig ohne Bedeutung, bedauert der verstummte Laut, immer wieder in die Schatulle für Zugewanderte verfrachtet zu werden. So, als gewähre man ihm nur Duldungsrecht, weil sich damals niemand getraute, als man sich von den Griechen das Théatron auslieh, ihn aus dem Spiel zu nehmen. Wahrscheinlich beherrschte die Angst das Geschehen, beim Eindeutschen würde Zeus den Eingriff in das griechische Kulturgut nicht verzeihen und mitten im Harz, hoch oben vom Brocken herab, die germanischen Barbaren hart bestrafen?

Gelockt in den Wortschatz wurde der Buchstabe »H« aber auch mit der Behauptung, man benötige unbedingt ein Dehnungs-h. Schon allein aus dem Grund, weil der Deutsche mit Vorliebe seine erste Silbe betont, um sich so mehr Möglichkeiten zur Vers-Bildung zu erschaffen. Daraus lässt sich dann auch rückschließen, weshalb wir in der Schule von der deutschstämmigen Lyrik nahezu erschlagen wurden.

Das »H«, mit Haus und Hof bis zu jenem Zeitpunkt zwar durchaus gut beschäftigt, gab trotzdem klein bei. Ohne zu ahnen, welche Folgen es haben könnte. Auf der Ausländer-Schiene, mit der Orthographie bereits im vollen Einsatz, gesellte sich ab dann auch noch der post-vokalische Auftritt hinzu. Die Vorgabe hierbei: immer brav die Schnauze halten. Also, stets vollkommen stumm bleiben.

Der Widerspruch schlechthin fand Einzug in die Rechtschreibung. Man spricht ihn nicht, man hört ihn nicht und doch ist ständige Präsenz gefragt. Das Narrenhütchen setzt sich diese Regelung selbst auf, indem sie auf ihre Irregularität beharrt. Für den Bühnenauftritt des »h« gibt es somit keine verlässlichen Kriterien. Kein Wann und kein Warum. Ist es da verwunderlich, wenn mein Klient keinen Bock mehr auf Familie hat?
Seiner Meinung nach sollte zukünftig die Na(h)t und der Dra(h)t so lang sein, wie sie Lust und Laune haben – aber bitte ohne »h«.

Dehnungs-h – ist doch ohnehin ein ausgemachter Blödsinn!
Oder wird Penis auch manchmal mit »h« geschrieben?

Sort:  

Aha!

In freudiger Erwartung - Du wuerdest Dich vom Spiegel trennen - auch uhm nit weiter gefraehmt zu werden, maltetrierst Duh dehn Lehrer mit ae statt Ei und œ statt Schinken zum Fr7hst7ck und liebaeugelst wohl weiter mit dem Ramen der roten Socken, welche Dir allwoechntlich mit ihren Løcher*innen ūber den Weg laufen ...🤔

Und ich dachte DEIHN Rahmen hängt immer noch in der freien Natur mit ungetrübten Blick und nicht im stillen Örtchen als Halterung für die allmorgendliche Betrachtung des sündhaft teuren Klopapiers...

Ich grinse mir gerade so einen ab, dass unsere bereits Katzen befürchten, Streicheleinheiten könnten gekürzt werden und der menschliche Egoismus würde letztlich obsiegen.
Selbstverständlich entbehren solche Befürchtungen jeglicher Grundlage. Doch müssen die anschmiegsamen Vierbeiner damit zurechtkommen, dass der Dosenöffner auch weiterhin Publikationen aus dem faschistisch, links und grün angehauchten Spektrum als willkommen vor seinen Augen heißt.
Was ich dich noch fragen wollte: Schon ein Abo für die Titanic abgeschlossen?
Darbende Kreaturen wie die taz oder TITANIC gehören schließlich auf die Liste der zu rettenden Pflanzen auf unserem Planeten.


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Sollen die sich auf der Titanic doch einfach selbst retten, nachdem sie vorsätzlich den Eisberg gerammt und unterhalb der Wasserlinie das Schiff komplett aufgeschlitzt haben.

Die Redaktionen dort und andere Mitglieder dieses politisch medialen Komplexes sind in der freien Wirtschaft eh für nix zu gebrauchen.

Sobald die Taz und die Titanic Insolvenz anmelden mache ich ein !BEER auf...

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In diesem Fall lohnt es sich, ab und an einen Blick auf das Haltbarkeitsdatum des Durstlöschers zu werfen.🤓
Außerdem scheint mir hier eine Dehydration beinahe vorprogrammiert.😓


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Ich sag es ja, Klohpapier wird wieder der Renner werden. Aber sich mit dem Spiegel den Arsch abzuwischen, ist dann doch eine knittrige und unangenehm reizende Methode. Ich empfehle vier Lagen, Weich, und Reisfest, sonst bleibt die ganze Scheiße wieder alles an den eigenen Händen hängen!

Mit der Online-Ausgabe könnte der Toilettengang schnell im Fiasko enden. Nichts Greifbares und daher für den Alltag absolut untauglich.


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Genau das ist ja der Sinn des Ganzen. Die braune bzw grüne Scheiße die der Schmirgel am Anus des Geistes unserer Gesellschaft produziert muss sprichwörtlich sich real auf der Latrine der Freiheit manifestieren. Ansonsten begreift selbst der intellektuelle Pleps nicht, dass der grüne Spinat den er vorgesetzt bekommt nichts anderes ist als eine übel riechende und ungenießbare Notdurft des Linksextremismus und von Menschheitsfeinden.

Besser ist die Verwendung des Schmirgel zum Bau einer Tretmine geeignet.

Dazu....

Das lassen wir besser mal.

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