Leroy, ich fasse es nicht!
Der kulturelle Jakobinismus bewirft sich selbst mit zugeschissenen Windeln!
Wie lange hat es gebraucht, bis du diesen Gedanken endlich der Freiheit übergeben konntest? Robespierre würde dich für die Formulierung mit Sicherheit höchstpersönlich bis zur Guillotine begleiten. Obwohl vollgeschissene (ich gehe zumindest davon aus, hier einen direkten Zusammenhang zwischen zugeschissen und vollgeschissen herstellen zu können) und anschließend getrocknete Windeln in Zeiten der Französischen Revolution als Wurfgeschosse sicherlich nicht untauglich waren.
Doch jetzt zum eigentlichen Anliegen des Herrn Linientreu, der sich wahrhaftig in aller Regel (was seine inneren Zwänge betrifft) treu bleibt.
Denn wer, wenn nicht ein Liebhaber der Frankfurter Schule, läuft sich in Brandenburg Löcher in die Socken, nur um große Teile der Gesamtausgabe von einem gewissen Eckhard Henscheid in Sicherheit zu bringen? Wer bestraft fragwürdige Objekte mit Datumsanzeige und Knopfbatterie mit der vollen Ignoranz und beugt sich fasziniert über eine Schöpfung aus dem Haus A.Lange & Söhne, von der Unwissende behauptet, es handele sich hierbei um eine Uhr. Der Begriff Zeitmesser hat es offensichtlich noch nicht bis in das Viertel der Ahnungslosen geschafft.
Leroy schafft Abhilfe!
Danke.
Dein Ansatz schreit nach einer Fortsetzung.
Gruß
Wolfram
Endlich ein Mann vom Fach.
Aber hier muss mit einigen Missverständnisse aufgeräumt werden, die einer zukünftigen Liebesbeziehung abträglich sein könnten.
Ich bin kein Liebhaber der Frankfurter Schule. Ich weiß nur, dass man die gut finden muss, wenn man ein aufgeklärter Linksliberaler sein möchte. An dem Henscheid hab ich mich festgefressen, der Rest hat mich nicht interessiert. Ich glaub, ich bin auch viel zu dumm und zu gelangweilt, um mir stundenlanges Philosophen- und Soziologengesülze reinzuziehen.
Daher: an klug klingende Sätzchen, jedenfalls wenn sie von mir kommen, bitte keinen Gedanken verschwenden; das sind unreflektierte Hirnfürze, von denen ich selbst ganz entzückt bin, weil ich mir denke, dass man damit bei Gender Studies u.ä. vermutlich Zusatzpunkte in der Prüfung kriegen würde, weil die Dozentin noch blöder ist man selbst.
Und jetzt zum Eingemachten: Lange&Söhne. Für mich tatsächlich viel schöner und faszinierender als 95% von dem, was aus sterilen Schweizer Uhrkliniken kommt, die ja oft auch nur noch ETA-Einschaler sind. Bin ich weit davon entfernt. Kann ich mir nicht leisten. Ick muss kleenere Schrippen backen. Schau ich mir also im Netz und im Katalog an, freue mich daran, und stell mir vor, wie es wäre, wenn ich dort als Uhrmacherlehrling anfangen könnte. Ich hab auch noch nie einen getroffen, der eine L&S am Arm getragen hätte. Kenne halt fast nur Prols.
Der Umgang mit den 'Prols' macht es aus, dass die Flucht in andere Gedankenwelten gelingt.
Die Frankfurter Schule stünde nur unvollständig dar, wenn sich nicht auch Waechter, Gernhart und Poth ins Zeug gelegt hätten. Also gib den verbliebenen noch eine Chance!
Ganz nebenbei bemerkt - Die Einführung in die Die Mätresse des Bischofs empfand ich als eine Einführung in den Kurs: Wer ist blöd, saublöd oder wer versteht mich?
Ich bin bis heute noch auf der Suche, wo ich mich einloggen kann.