Gewerkschaften als Instrument

in Deutsch D-A-CH2 years ago (edited)

 "gewerkschaften.gif" Welchen Werkzeugen und Instrumenten bedient sich der Kommunismus oder seiner auf Samtpfoten daherkommenden Unterspielart Sozialismus?

Es ist bereits sehr offensichtlich das Gewerkschaften, als kommunistisches Instrument, zur Untergrabung freier Gesellschaften dienlich sind.

Aber wie?

Der Verlust von Arbeitsplätzen im Produktionssektor in den USA ist ein bekanntes Phänomen. Viele Menschen erkennen jedoch nicht, dass hier die Gewerkschaften zu den Hauptschuldigen zählen. Die Gewerkschaften behaupten, dass sie der Arbeiterklasse zu Vorteilen verhelfen wollen. Doch sie erreichen genau das Gegenteil. Das wird deutlich, wenn man die Geschichte der Gewerkschaften und ihre Entwicklung zurückverfolgt.

Gewerkschaften wurden ursprünglich von Mitgliedern der Arbeiterklasse mit geringen oder gar keinen Fähigkeiten gegründet, um mit dem Management zu verhandeln. Bis zu einem gewissen Grad ist eine Gewerkschaft dazu in der Lage, Konflikte zwischen Arbeitern und Kapitalisten (eigentlich ein Schmähwort erfunden von den Kommunisten) zu klären und aufzulösen. Später gelangten kommunistische Faktoren in die Gewerkschaften und machten diese zu einem Werkzeug zur Förderung kommunistischer Bewegungen und Strategien.

Ab jetzt sollte man kommunistische Lehren und Schriften kennen, da ansonsten Vieles in der Verborgenheit bleiben würde.

Friedrich Engels schrieb zu diesem Thema: „Der Zeitpunkt rückt auch schnell näher, da die Arbeiterklasse verstanden haben wird, dass der Kampf um höhere Löhne und kürzeren Arbeitszeiten und das gesamte derzeitige Handeln der Gewerkschaften kein Selbstzweck ist. Es ist ein Mittel, ein sehr notwendiges und wirksames Mittel, allerdings nur eines von mehreren Mitteln, für ein höheres ziel: die Abschaffung des gesamten Lohnsystems“. (1881 „Grades Unions“ Marxists.org/archive/marx/works//1881/05/28.htm 20. Mai 1881) letzter Zugriff 02. Januar 2022

Lenin glaubte, dass die Gründung und Legalisierung der Gewerkschaften ein wichtiges Mittel der Arbeiterklasse sei, um den Kapitalisten die Führung der demokratischen Revolution zu entreißen. Auch glaubte er, dass die Gewerkschaften eine Stütze der Kommunistischen Partei und eine entscheiden Kraft im Klassenkampf sein würden. Lenin rief in einer Rede dazu auf, die Gewerkschaften zu einer „Schule des Kommunismus“ und zu einem Bindeglied zwischen der Kommunistischen Partei und den Massen zu machen. Die tägliche Arbeit der Gewerkschaften bestand darin, die Massen zu überzeugen und sie vom Kapitalismus in den Kommunismus zu führen. „Die Gewerkschaften sind ein Reservoir der Staatsmacht“, so Lenin. (Vladimir Lenin, n.d: „The Trades Unions“. The Present Situation and Trotsky’s Mistakes“ letzter Zugriff am 02. Jan. 2022 Marxists.org/archive/lenin/works/1920/dec/30.htm. )

Mitte bis Ende des 19. Jahrhunderts nutzten linksgerichtete Kräfte die Gewerkschaften, um die Arbeiter zu großen Streiks anzuregen, rigorose Forderungen zu stellen und sogar gewalttätige Maßnahmen zur Zerstörung von Maschinen und Fabriken zu ergreifen. Die Gewerkschaften wurden zu einer mächtigen Waffe des Kommunismus, um den Kapitalismus zu bekämpfen und den politischen Kampf weiterzuführen. Um ihre Ziele zu erreichen, erzeugten sie Chaos in der Welt.

Im Oktober 1905 nahmen mehr als 1,7 Millionen Arbeiter in Russland an einem landesweiten politischen Streik teil und lähmten auf diese Weise die Wirtschaft des Landes. Zu dieser Zeit wurde der „Petrograder Sowjet“, eine noch aggressivere Gewerkschaftsorganisation gegründet. Lenin nannte dies das Aufkeimen einer revolutionären Regierung und glaubte, dass er das politische Zentrum Russlands werden würde. Mit anderen Worten: Das während der Oktoberrevolution 1917 errichtete Sowjetregime entstand aus einer aggressiven Gewerkschaft. (Lü Jiamin: „A History of Lenins Theory on Unions“, Liaoning People’s Press 1987)

Die Gewerkschaften in westlichen und entwickelten Ländern werden ebenfalls weitgehend von kommunistischen Faktoren benutzt und infiltriert. Arbeiter und Kapitalisten sollten eigentlich in Symbiose leben. Doch kommunistische Kräfte versuchen, Konflikte zwischen ihnen zu provozieren und zu verschärfen. Eines ihrer wichtigsten Mittel, um das zu tun, sind die Gewerkschaften. Diese benutzen sie, um den Verhandlungsprozess zwischen Management und Arbeitnehmern eskalieren zu lassen und zum Klassenkampf zu stilisieren. Die Gewerkschaften verschärfen die Konflikte und nutzen sie, um ihre eigene Existenz zu rechtfertigen. Von da an schüren sie die Unzufriedenheit der Arbeiter, geben den Kapitalisten die Schuld an allen Problemen und rufen Konflikte zwischen beiden Seiten hervor. So konnten Gewerkschaften bis heute überleben.

Kurzfristig sind Gewerkschaften vielleicht dazu in der läge, den Arbeitnehmern kleine Vorteile zu verschaffen. Aber langfristig und aus wirtschaftlicher Sicht sind die Arbeiter die wahren Opfer der Gewerkschaften. Denn wenn kapitalistische Unternehmen zerfallen und dafür gibt es unzählige Beispiele, verlieren die Arbeiter am meisten: ihren Arbeitsplatz und ihren Lebensunterhalt. Nach außen hin setzen sich die Gewerkschaften für die Interessen der Arbeiter ein. In Wirklichkeit untergraben sie die industrielle Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen.

Dafür gibt es zwei Gründe:

Erstens: Unter dem Vorwand, die Rechte und Interessen der Arbeitnehmer zu wahren, machen Gewerkschaften die Entlassung nicht leistungsfähiger Mitarbeiter schwer. Daraus entsteht eine Kultur des Müßiggangs. Gegenüber den fleißig arbeitenden Mitarbeitern ist dies unfair und demotiviert sie. Der wichtigste Faktor für das Wachstum und den Erhalt eines Unternehmens, sind seine Mitarbeiter. Doch da die leistungsschwachen Mitarbeiter unter dem Schutz der Gewerkschaft stehen, können die Unternehmen leicht ihre Wettbewerbsfähigkeit auf dem Markt verlieren.

Zweitens: Unter dem Vorwand, die Arbeitnehmer bezüglich Rente, Krankenversicherung und dergleichen abzusichern, werden unter dem Einfluss der Gewerkschaften ständig die Kosten der Unternehmen erhöht. So zwingen sie diese letztendlich, ihre Investitionen in Forschung und Entwicklung einzuschränken - und damit auch ihre Wettbewerbsfähigkeit. Zudem müssen die Unternehmen ihre Produktpreise erhöhen (Steuer und Zoll bewirken das Gleiche), was wiederum nicht im Interesse der Verbraucher ist. Studien zeigen deutlich, dass genau dies die Gründe sind, warum Unternehmen ohne Gewerkschaften, wie die japanischen Autokonzerne Toyota und Honda in der Lage waren, qualitativ hochwertige Autos kostengünstig zu produzieren und warum amerikanische Automobilwerke mit Gewerkschaften in Detroit weniger wettbewerbsfähig wurden. (Heritage.org/jobs-and-labor/report/what-unions-do-how-labor-unions-affect-jobs-and-the-economy ) geprüft am 02. Januar 2022

Edwin Feulner, der Gründer der „Amerikan Heritage Foundation“, sagte über die Gewerkschaften Folgendes: „Sie sind wie eine Last, die das Unternehmen um den Hals hat - dadurch ist es weniger flexibel und weniger in der Lage, auf die Anforderungen eines sich ständig verändernden Marktes vernünftig zu reagieren. (Heritage.org/jobs-and-labor/commentary/taking-down-twinkies) letzter Zugriff 02. Januar 2022

All dies wird durch die Monopolstellung der Gewerkschaften am Arbeitsmarkt noch verstärkt. Sie führt teilweise zu übermäßig harten Forderungen. Unternehmen, die diese Forderungen nicht erfüllen, werden dann mit Hilfe von Streiks und Protesten bekämpft, was wiederum der Wirtschaft abträglich ist.

Die „United Auto Workers“ (UAW) ist jene Gewerkschaft, die die Arbeiter in der US-Automobilindustrie in Detroit vertritt und routinemäßig streikt. Vor der Finanzkrise im Jahre 2008 forderte die Gewerkschaft 70 US-Dollar pro Stunde an Löhnen und Leistungen. Infolgedessen stand die US-Automobilindustrie kurz vor dem Bankrott. (Heritage.org/jobs-and-labor/report/what-unions-do-how-labor-unions-affect-jobs-and-the-economy) letzter Zugriff am 02. Januar 2022

Der Verlust von Arbeitsplätzen in der Fertigungsindustrie in den USA ist heute weithin bekannt. Weniger bekannt ist, dass die Gewerkschaften dabei eine Schlüsselrolle spielen. Die Anzahl gewerkschaftlich organisierter Arbeitsplätze im Fertigungsbereich ist zwischen 1977 und 2008 um 75% gesunken. Im selben Zeitraum stiegen die nicht gewerkschaftlich organisierten Arbeitsplätze in der Fertigung laut „Heritage Foundation“ um 6%. In anderen Sektoren ist die Situation ähnlich, etwa in der Baubranche (meinem Sektor). „Anders als die Fertigungsindustrie hat die Baubranche seit Ende der 1970er Jahre stark expandiert. Insgesamt ist dieses Wachstum jedoch ausschließlich auf nicht gewerkschaftlich organisierte Arbeitsplätze zurückzuführen, deren Anzahl 1977 um 159 Prozent gestiegen ist - gleichzeitig sanken die gewerkschaftlich organisierten Arbeitsplätze um 17%. (Heritage.org/jobs-and-labor/report/what-unions-do-how-labor-unions-affect-jobs-and-the-economy)

Gewerkschaften sind zudem das Werkzeug kommunistischer Faktoren, um in den Unternehmen den Egalitarismus zu fördern. Die Heritage Foundation stellte fest: Gewerkschaften verlangen von den Unternehmen, ihre Mitarbeiter nach der Dauer ihrer Betriebszugehörigkeit (bzw. In sozialistischen Ländern nach der Dauer der Dienstjahre) zu bezahlen. Die Arbeitsleistung und der Einsatz des Mitarbeiters werden dabei nicht berücksichtigt. Das hat den vorhersehbaren Effekt, dass die Löhne produktiver Mitarbeiter gedrückt und die von weniger Kompetenten Mitarbeitern erhöht werden. (Heritage.org/jobs-and-labor/report/what-unions-do-how-labor-unions-affect-jobs-and-the-economy)

Die Idee, die hier am Werk ist, nämlich die Umverteilung des Vermögens unter den Mitarbeitern des Unternehmens, ist die gleiche wie die des absoluten Egalitarismus im Kommunismus. Der Eingriff in interne Entscheidungen von Unternehmen und die Monopolstellung am Arbeitsmarkt ist eine Aushöhlung des freien Marktes.

Die aggressive Fürsprache der Gewerkschaften für das, was sie Arbeiterwohlfahrt nennen, begünstigt letztendlich einige Arbeitnehmer gegenüber anderen und belastet Unternehmen und die Wirtschaft als Ganzes. Eine 2005 durchgeführte Umfrage ergab, dass selbst „die meisten Gewerkschaftsmitglieder die amerikanischen Gewerkschaften negativ bewerten“ und dass „der Hauptgrund für diese Meinung nie offen in den Gewerkschaftsmedien oder auf Gewerkschaftsversammlungen angesprochen und diskutiert wurde“.

Die Arbeitnehmer, die wirklich fleißig sind, wurden zu Opfern und der Kommunismus zum größten Gewinner. Die Kommunisten benutzen die Gewerkschaften, um die freie kapitalistische Wirtschaft zu zerstören und das kapitalistische System, den freien Markt, und das normale Leben der Menschen schrittweise zu untergraben.

Die vom Kommunismus infiltrierten und unter der Anleitung der linksgerichteten Parteien stehenden Gewerkschaften haben sich zur einer Lobbyistengruppe entwickelt, die einem großen kommerziellen Unternehmen gleicht. Ihre Führung hat ein großes persönliches Interesse am Gewinn des Unternehmens. Korruption ist weit verbreitet.

In demokratischen Ländern sind die Gewerkschaften weitgehend zu einem Instrument für die Linken im Kampf gegen den Kapitalismus geworden. Zielstrebig fordern sie „soziale Gerechtigkeit“ und „Fairness“ und schaffen für Gesellschaft und Wirtschaft eine enorme Belastung. Sie sind ein Hindernis für Reformen und blockieren die Bemühungen, den Fertigungsprozesse-, Dienstleistung-, und Bildungssektor sowie die Verwaltung effizienter zu machen. Wenn die Zeit noch nicht reif ist, halten sie sich verborgen. Doch sobald die Bedingungen günstig sind, kommen sie heraus und mobilisieren eine soziale Bewegung. Gewerkschaften sind zu einem Keil in der Hand des Kommunismus geworden, der dazu benutzt wird, freie Gesellschaften zu spalten.

Es gäbe noch vieles zu berichten und man könnte Bücher darüber schreiben, aber das war nach meiner Sicht das Wesentliche.

Euer Zeitgedanken

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In meinem Herzen kämpfen zwei Fraktionen. Das für das freie Unternehmertum und das gegen den Faschismus. Auch wenn ich darunter vermutlich etwas anderes verstehe, als die prügelnde rote Hohlbirne auf der Straße.

Das Problem: Das freie Unternehmertum gibt es bei uns nur noch rudimentär, weil es staatlicherseits zerstört wird. Auch Großkonzerne an sich sind nicht das Problem, solange sie sich nicht mit staatlichen Strukturen vermengen und von diesen geschützt und finanziert werden, was natürlich besonders gut klappt, wenn diese staatlichen Strukturen sich als fortschrittlich, links o.ä. präsentieren bzw. deren Vokabular und Insignien benutzen.

Gewerkschaften sind damals entstanden, weil sie entstehen mussten. Mittlerweile sind sie Teil des Establishments, d.h. der Verbindung aus staatlich geschützten und subventionierten Monopol-Großkonzernen, Presse, Politik und seit Neuestem uns als letzter Baustein auch der Justiz.

Wenn wir wirkliche Gewerkschaften hätten, würde uns das in der jetzigen Situation vermutlich eher gut als schlecht tun. Wir haben sie aber nicht.

Das, was auf der Strecke bleibt, ist das produktive, freie Unternehmertum, das zu Tode reguliert und steuertotgefickt wird, während Großkonzerne sich nicht nur so aufstellen, dass sie sich nicht nur gar nichts unterwerfen müssen, sondern auch noch direkt die Gesetze für sich schreiben und sich das noch obendrein bezahlen lassen vom Steuerzahler. Wer sich heute in diesem Land in den meisten Branchen noch selbständig macht, steht sofort mit einem Bein im Knast, ist entweder ein Irrer oder wandert bald aus. Was ebenfalls auf der Strecke bleibt, ist der sog. kleine Mann, der seit mindestens 20 Jahren in prekäre Verhältnisse gestürzt wird, auch wenn beide arbeiten, und der sich obendrein noch anhören muss, es ginge ihm so gut wie noch nie.

Das hat mit Kapitalismus und freiem Markt überhaupt nichts zu tun natürlich, jedenfalls der Theorie nach nicht. Als solcher wird es aber bezeichnet und diskreditiert, während die Vertreter der Libertären schreien, es sei der reinste Sozialismus.

Es ist Faschismus, der sozialistisches Vokabular nutzt, mit Hilfe korrupter "Wissenschaftler", die eher Hohepriester religiösen Fundamentalismus sind, hat man der sog. Linken mit Nebelkerzen wie Klimawandel, Gleichstellung etc.pp das Hirn rausgedopt, und über die Medien jagt man den Rest der Herde gemeinsam mit einer Sau nach der anderen durchs Dorf.

Um das "divide et impera" perfekt zu machen, flutet man das Land mit Millionen von kulturfremden Menschen und bietet ihnen Vollkaskoversorgung an, womit man den Rechten einen perfekten Spielball hingeworfen hat, an dem sie sich erfolgreich abarbeiten.

All das übrigens demokratisch legitimiert.

Danke dafür, du hast es sehr gut getroffen. Was mich zum Thema Wissenschaft zu einem weiteren Beitrag animiert hat.
Aber sich selbständig zu machen oder ein Unternehmen zu gründen ist auch heute noch kein Fehler. Man kann hierbei seine Identitäten durchaus so gestalten, dass man genau so geschützt ist wie die Großkonzerne.
Ich persönlich möchte meine Identitäten nicht missen. Sie haben mir sogar geholfen unbeschadet durch mein Staatsexperiment zu kommen, wenigstens kapitaltechnisch.
Wäre ich nicht durch Identitäten vorbereitet gewesen, wäre mein Staatsexperiment nie zum Tragen gekommen, denn das wäre Selbstmord.

Du hast Recht, ich muss mich korrigieren. Man sollte sich unbedingt so unabhängig wie möglich machen, möglichst auch als Selbständiger, aber eben mit der richtigen Rechtskonstruktion.

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