Wie wird man als Künstler ideologiefrei?

in #kunst5 months ago (edited)

Zugegeben, eine schwierige Frage:

c Lighting artist Istvan Seidel "The golden Age" #TON #NFT here: https://t.ly/KN_W5

Denn "Ich suche nicht, ich finde" (Picasso) und "Es gibt keine Lösung, weil es kein Problem gibt" (Duchamp), was im Großen und Ganzen ein und dasselbe sagt, beschreibt einen ideologiefernen, wünschenswerten Daseinszustand.

Es ist ein Zustand in dem Kinder leben: Nur das hier und jetzt zählt, ohne Intrigen, ohne Tricks und doppelten Boden, ohne Hinterhalt und "was wäre wenn..." von dem heutige Kunstschaffende jedoch leider #Lichtjahre entfernt sind.

Es ist ein Zustand, der für Erwachsene gerade in unserer heutigen hektischen Zeit sehr schwer, vielleicht gar nicht zu erreichen ist.

Und dennoch müssen wir es versuchen!

Denn wenn wir es nicht versuchen und die Künstler ihr Schaffen ohne wenn und aber irgendeiner fragwürdigen #Ideologie opfern (und ausnahmslos alle Ideologien sind fragwürdig!) denn haben wir den Kampf von vorn herein schon verloren.

Wie also konkret das nun geschehen soll, dafür gibt es keine handfeste Anleitung. Am besten, man tut unverfälscht das, was man für richtig hält, ohne nach #rechts oder #links zu gucken (im wahrsten Sinne des Wortes) jedoch nach Möglichkeit auch ohne jemandem dabei auf die Füsse zu gucken.

Und wahrlich, es muß nicht jeder ein Künstler sein! Man kann mit der selben Intensität auch Beete anlegen, Obstbäume beschneiden, Kuchen backen, Wäsche aufhängen, was ich übrigens nach bestem Können und Gewissen auch tue, ohne dabei ein beruflicher Gärtner, Bäcker oder Wäscher zu sein.

In diesem Sinne, bleibt gespannt, was in dieser Hinsicht in nächster Zeit passieren wird, ich bin es auch!

🌸Um gemeinsam über mögliche ideologiefreie Kunst&Kultur zu reden kommt in unsere eigens dafür gegründete Telegramgruppe:

https://t.me/kunstideologiefrei

Sort:  

Ja, interessante Überlegung. Erinnert mich ein wenig in der Art und Weise wie ich versuche zu schreiben. Am ehesten hilft es wahrscheinlich, immer darüber nachzudenken dass jede Handlung eine Wirkung auf jemand anderen hat.

Aber wirklich neutral kann man nicht sein.
Oder muss sich ein radikaler Pazifist selbst umbringen, um niemanden auf die Füße zu treten?

(entschuldige, es ist spät. Vielleicht ist das übernächtiger Unsinn)

Oder einfach nicht drüber nachdenken, was man macht, sondern einfach machen!

ja gut. Ich lass es als erstes immer fließen, bis zum Zeitpunkt, wo ich Widersprüche merke.

Es ist wirklich sehr schwer darüber zu reden, wie man in den Zustand der ideologiefreiheit kommt. Man kann es eigentlich nur erleben.

!LOL