Pandemie Projekte: das Herrenzimmer

in #deutsch2 years ago

Schon seit Ewigkeiten habe ich das aufräumen des Dachbodens vor mir hergeschoben. Seit nunmehr 10 Jahren werden munter Kartons von Anschaffungen hinauf geschleppt und fristen als stille Zeugen von Innovation, begonnender Hobbys oder Notwendigkeiten Ihr dasein dort oben.

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Irgendwann sollte dort ein Refugium für meine Carrera Bahn anstehen, die zwar schon mal auf OSB Platten gestellt wurde, jedoch auch nie so richtig benutzt wurde. Das ursprünglich geplante Diorama wurde so quasi auch nicht erstellt und so kam es das lediglich die leeren Kartons von Rechts nach Links wanderten und etwas Ordnung herein gebracht wurde.

Wir wissen alle das Ordnung auch nur ein Zeitlich begrenzter Zustand ist, vor allem wenn man eine Luke schließen kann und die aufkommende Unordnung nicht mehr sieht. Jedes mal, wenn ich dort hoch musste, sah ich mich erinnert an die Messi-Buden, die man ab und zu im Job zu sehen bekommt.

Nachdem ich dann im Januar dem Schornsteinfeger das achte oder neunte mal sagte das ich hier mal dringend aufräumen müsste während ich Dinge zur Seite schob um den guten Mann den Zugang zur Schornsteinklappe zu gewähren packte mich dann doch die Motivation: Ich nahm das Dachboden entrümpeln in Angriff. In der ersten Phase sortierte ich schon mal Kartons aus, für die es schon seit längerer Zeit keinen Inhalt mehr im Haus gab. Das waren schon erschreckend viele. Egal, im Angesicht der Tatsache das Altpapier und Kartonagen kostenlos zu entsorgen sind. So ging es weiter mit Kartons von Gerätschaften die man im Falle eines Defektes eh neu kaufen würde.

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Jetzt waren alle Dämme gebrochen - altes Spielzeug wurde zusammengesucht, teils schon veräußert oder bei Ebay Kleinanzeigen reingesetzt. Dazu wurden Dinge, die nicht mir gehörten und - warum auch immer den Weg auf meinen Dachboden fanden - den Besitzern zurückgebracht (in den meisten Fällen dort der Entsorgung zugeführt, aber egal) Unter dem Carport wurde zudem ein Sortier- und Sammelplatz eingerichtet: Restmüll für Anhänger, Elektroschrott, Baumaterial und Reste Altpapier. Der Dachboden leerte sich, Regelungen für die Zukunft getroffen (Inventur von Kartons) und schon bald war es mehr oder weniger Besenrein. Was also tun mit soviel Platz?

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Ein Herrenzimmer muss her! Pandemiebedingt gingen zuhause langsam die Ausweichmöglichkeiten aus, TV Plätze waren oft belegt zudem begeistern mich Garagen wie die von Douglas in der Serie "King of Queens". Der Plan stand: Ein weiteres TV Gerät inklusive Couch unter dem Dach. So ging es zur Metro - nur mal gucken was es dort gibt an Fernsehern - ist klar. Auf dem Rückweg fand sich ein 55" 4K TV im Kofferraum und die Playstation wanderte schon mal auf den Dachboden. Glücklicherweise war noch ein Ikea Schaukelstuhl dort eingelagert dem ich wieder eine Aufgabe zuweisen konnte. Ferner wurden schon mal Dachfenster beauftragt, die sobald die Wetterlage stabiler ist dort eingebaut werden. Ein paar Wochen drauf besorgte ich noch ein Schreibtischgestell um mit iMac, 3D Drucker, Raspberry und jeder Menge dies und das auch nach oben zu ziehen.

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Für das Wohlbefinden wurde Laminat verlegt, ein lustiger 80er Jahre Teppich besorgt, Netzwerkkabel nach oben gelegt und schon mal gezeichnet damit, wenn die Fenster drin sind noch etwas Holzständerwerk gebaut werden kann um das ganze um die Bodenluke geschlossen zu haben. Die Dachschrägen wollte ich - um des Dachbodenfeelings zu erhalten - so lassen. Was noch gebaut werden wird ist ein vernünftiges Unterschränkchen unter dem TV. Dort befindet sich noch das provisorische Provisorium. Was eigentlich Okay ist - na mal sehen.

Gewonnen habe ich nun ein kleinen TV Bereich, der sehr gemütlich ist, und auf jeden Fall die Erkenntnis das die Nutzung des Dachbodens als Lagerraum komplett unnütz ist. Dort befanden sich Kartons von Sachen, die es schon 10 Jahre nicht mehr gibt. Ich konnte eine Menge Pappe und Elektronik dem Recycling Kreislauf zuführen, so das wieder ein paar Zeitungen gedruckt werden können. Wer einen Dachboden sein eben nennt sollte über andere Nutzungskonzepte nachdenken ;-)

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Dann hat die Pandemie ja doch was Gutes!

LG Michael

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!jeenger

Oh ja, was die Filmabende angeht auf jeden Fall... hab nur jetzt ein Wohnzimmer, äh... über 😂

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