You are viewing a single comment's thread from:

RE: My most socialist/interventionist positions

in #deutsch3 years ago (edited)

Ich fände es nett, wenn du woanders hin ziehst, am besten in eine umzäunte "community". Fragwürdig finde ich deine Formulierung, dass man Menschen etwas "aufzwänge", indem man von ihnen erwartet, dass sie eine Begegnung oder eine Situation meistern lernen, als wenn es etwa keinen anderen Ausweg gäbe.

Du gehst auf der Straße und siehst einen Hund, der dich ängstigt? Dann wechselst du die Straßenseite, Alternative a. Du fährst mit einem Hund in der Bahn, dann setzt du dich ein Stück weit entfernt hin, Alternative b. Du begegnest einem Hund, der dich anknurrt, dann bittest du seinen Halter, ihn fester an der Leine zu halten (es gibt ja Leinenzwang, davon gehört?). Alternative c. Der Halter beruhigt den Hund und du kommst ins Gespräch. Du traust dich sogar, weiter stehen zu bleiben und den Hund an dir schnuppern zu lassen, Alternative d. So gibt es noch viele Alternativen und das ist Leben im öffentlichen Raum, das ganz ohne das Aufteilen und Begrenzen von Stadtvierteln auskommt. Die Ausnahmen, bei denen es zu schwereren Verletzungen kommt, bestätigen die Regel.

Noch nie hat ein Mensch die Erfahrung gemacht, dass wenn er fast ertrunken wäre, die effektivste Kur ist, sich wieder ins Wasser zu wagen. Und nie ist es geschehen, dass, wenn man vom Fahrrad gefallen ist, es das wieder Aufsteigen ist, was einen die Angst vorm Fahren verlieren lässt. Und natürlich bekommen Frauen keine weiteren Kinder mehr, wenn das erste unter Schmerz oder Lebensgefahr zur Welt kam. Es stimmt natürlich auch überhaupt nicht, dass die beste Verteidigung gegen körperliche Übergriffe das Erlernen der Selbstverteidigung oder aber bedachtes Handeln und Vorausschauen ist. Und völlig unwahr ist es, dass der Angst, vor Publikum zu sprechen, nur damit beigekommen werden kann, es so lange zu machen, bis die Angst im Verhältnis zu dem Erreichten kleiner ist.

Ich habe mir am Anfang, als ich einen Führerschein hatte, fast in die Hosen gemacht, als ich das erste Mal in einer Großstadt fuhr und einparken musste. Viele Male musste ich meine Angst überwinden und viele Male parken üben, bis es mir schließlich in Fleisch und Blut überging und ich gelassen wurde.

So derartig schwach von sich und anderen zu denken, ja, das hindert einen daran, Techniken zu erlernen, die intelligent, ausgewogen und bestärkend sind und diese immer wieder zu üben. Wer das nicht will, sollte sich mal fragen, warum eigentlich nicht? Weil es leichter ist, irgendwas zu fordern, was einem gerade unbequem erscheint?

Sort:  
  • Das waren ca. 30 Strohmann-Argumente.
  • Viel sanfter als ich das hier tue, kann man nicht formulieren („Hier sind nur 3 politischen Massnahmen, mit denen ich leben könnte“).
  • Ich zeige nicht eine Lösung, sondern weise auf Probleme hin und zeige Handlungsalternativen zum gegenwärtigen langweiligen „Das haben wir schon immer so gemacht“ auf - und von diesen Alternativen gibt es unzählige.
  • Angeblich hätte ich keine Zweifel, obwohl ich diese sogar nenne.
  • Entgegen Deiner Behauptung hier fordere ich gar nichts.

Es sieht für mich aus, als würdest Du versuchen mir hier eine Meinung und Aussagen unterzuschieben, die ich nicht habe bzw. geäussert habe.

Have a nice evening 😀

Loading...