Moin,
ich begrüße die Debatte, daher freue ich mich, dass du kommentierst.
Meine Herangehensweise an das Thema hatte nichts damit zu tun, dass ich ein Erklärungsmodell für eine Krankheit suche. Kannst du mitgehen, dass ich darauf abziele, zu sagen, dass ich ein einzelnes Modell für "Krankheit/Gesundheit" als zu reduktionistisch betrachte und diese Ansicht denjenigen anbiete, die meinen Text lesen?
Wenn du behaupten willst, dass Viren nicht existieren
Das mache ich nicht. Wo mache ich das?
Ist es für dich deutlich geworden, dass ich die Existenz von Viren nicht abstreite? Wenn du den Text erneut liest, stimmst du mir zu, dass ich sage, dass Lebewesen ohne die Viren (und da beziehe ich Bakterien mit ein) nicht existieren würden?
Hältst du die Art, wie ich meine Gedanken und Fragen formuliere, in irgend einer Weise für berechtigt und geeignet, um Perspektiven zu öffnen?
"Reduktionismus" ist ein Begriff aus der Wissenschaft. Was sagst du zu den Aussagen, die zu diesem Thema getroffen werden? Siehst du darin eine vernunftbegabte Art, über Theorien zu sprechen?
So du daran interessiert bist, auch nur im Entferntesten etwas zu lesen, was deinem wissenschaftlichen Anspruch genügt, was für dich ein akzeptables Erklärungsmodell liefert, das nicht aus deiner Sicht kruden Weltanschauungen entspringt, so wäre mein simpler Vorschlag, dich auf die Suche nach solchen Arbeiten zu machen.
Wir kennen uns durch die Male, die wir einen Austausch hatten und waren nicht immer einer Meinung. Sich zu widersprechen, das ist hoffentlich nichts, was nicht mehr zum guten Ton gehören darf.
Ich möchte daher einwenden, dass wenn du meine Veröffentlichung mit Assoziationen zu "G5" (ich hab das Thema für mich bisher völlig unbeachtet gelassen) in den Zusammenhang bringst, oder du mich ganz persönlich damit meinst, dass mein "selbst zusammen gereimtes Weltbild aus logischer Sicht" ungleichwertig zu deinem sei, dann verzeih mir bitte, dass ich das nicht als legitimes Argument werte.
Vielmehr möchte ich dich fragen: Bringst du meine Veröffentlichung hier zu Aussagen und Personen von woanders in den Zusammenhang, die dir gegen den Strich gehen?
Bist du der Ansicht, dass man die Maßnahmen ausschließlich und allein mittels wissenschaftlicher Argumentation kritisieren darf? Dass also alle Menschen, die keine Wissenschaftler sind, keine Berechtigung und über keine eigene Logik und Lebens- sowie Berufserfahrung verfügen, die sie in den berechtigten Stand setzen, ihre Kritik öffentlich zu formulieren?
Es wäre mir sehr daran gelegen, darüber Antworten von dir zu erhalten.
Zur Erinnerung: Ich habe einen systemischen Ausbildungshintergrund. In der Systemtheorie befassen sich die Wissenschaftler schon sehr lange mit Themen, die beispielsweise über "Analyse" hinaus gehen und sich mit "sich selbst regulierenden Systemen" befassen. Kurz gesagt, ist es diesen Wissenschaftlern ein Anliegen, Mono-Kausalität und Linearität von Ereignissen in Frage zu stellen und eine vielfältigere, multi-kausale Ansicht auf das Leben anzubieten. Vor diesem Hintergrund habe ich diesen Text verfasst, aber eine nicht wissenschaftliche Sprache verwendet. Einen wirklich bemerkenswerten Vortrag habe ich dazu mal vor einigen Monaten gehört, den ich dir hier verlinke.
Eine Arbeit, die dich außerdem interessieren könnte zu den Postulaten von Robert Koch findest du hier. Zum Download und tatsächlich in deutscher Sprache verfasst, auch wenn die Einleitung auf Englisch ist.
Grüße aus Hamburg